Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eine innere Haltung: Es geht darum, seine Aufmerksamkeit bewusst im gegenwärtigen Moment zu verankern. Oft wird der Begriff auch synonym gebraucht mit Achtsamkeitsmeditation – und das ist auch ein wichtiger Übungsweg. Genauso wertvoll ist jedoch die Achtsamkeit im Alltag!

Ganz im gegenwärtigen Moment zu sein, hat etwas Befreiendes: Die Vergangenheit ruht hinter uns, die Zukunft vor uns, und wir sind ganz im Hier und Jetzt. Zuhause. Sicher. Lebendig.

Die Fähigkeit, achtsam zu sein, ist uns angeboren. Doch oft versinken wir im „Wahnsinn des Alltags“ in inneren Denkmustern und Stressschleifen. Daher ist es wertvoll, Achtsamkeit bewusst zu kultivieren. Dazu gibt es verschiedene Übungswege – formelle Praxis wie Sitzmeditation etwa. Aber auch Yoga. Oder eben Achtsamkeit im Alltag, zum Beispiel beim Zähneputzen oder Kochen, aber auch beim Arbeiten.

MBSR

Ein wunderbarer Weg, den ich kennengelernt habe und seit 2010 als ausgebildete Lehrerin weitergebe, ist MBSR. MBSR steht für Mindfulness-based Stress Reduction und wurde 1978 an einer amerikanischen Uniklinik entwickelt.

Es ist ein spezielles, intensives 8-Wochen-Trainung für einen ganz neuen Umgang mit Stress.
Die Kursinhalte umfassen Erkenntnisse aus der Stress- und Glücksforschung, der modernen Verhaltenstherapie sowie Elemente von Meditation und Yoga und östlicher Psychologie.

Der Initiator, Dr. Jon Kabat-Zinn, entwickelte das MBSR-Programm ursprünglich für den medizinisch-therapeutischen Bereich. Mehrere Zehntausend Menschen haben in den letzten 30 Jahren an Studien zur Wirksamkeit von MBSR im klinischen Umfeld teilgenommen. Für viele verschiedene Krankheitsfelder wurde so belegt, dass MBSR sehr wirksam ist – etwa bei chronischen Schmerzpatienten, Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen, bei Psoriasis und auch in der Rückfallprävention bei Depressionen.

Die Erfolge der Arbeit führten zu einer steigenden Nachfrage auch außerhalb des klinisch-therapeutischen Kontextes und so finden mittlerweile viele Angebote für Menschen statt, die ein überwiegend präventives Interesse an Methoden zur Gesundheitserhaltung und -förderung haben.